Inhalt
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Maxim
Dystopische Betrachtungen entlang Heinrich Bölls Geschichte „Die Ungezählte Geliebte“
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Huhn
Ein kluger Hühnerhändler in Indien bekämpft den Hunger der Welt...mit Photoshop
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Bomber und Paganini
Ein stockdunkler Weinkeller und die Tücken der Meere
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Emmi und Johannes
Die Wehmut eines Erntepaars oder Gefühle
müssen warten können. Manchmal Jahrzehnte
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Mamadou
Eine Liebe in Afrika, ein Festival am Strand und die Geburt eines begnadeten Trommlers
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Kiki und Christina
Gauner fangen in Umbrien, ein Kunstraub
an der Lagune und ein Wiedersehen
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Frida
Jugentliche Schwärmereien im Bergischen, schlaue Vögel und eine späte Belohnung
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Wimar
ein Vorfahre des Autors auf der Suche nach einem Pastor im 30-Jährigen Krieg
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Paul
Ein Renter auf Suche nach einer Wohnung und Bequemlichkeit, Ruhe und gutem Essen
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Unknown Artist
Gedanken am Aggerknie über die Suche nach Glück, Schwadroneure und die Loire
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Nubbel
Das Ende eines lebenden Nubbels am Fahnenmast im Trubel eines Kirmesmontag
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Leseprobe
Sieben Stunden hatte er fest und traumlos geschlafen, als ihn sein Weib sanft an der Schulter schüttelte. Er gähnte herzhaft. Sie schaute ihn liebevoll an. "Schscht - die Kleinen schlafen. Weck sie nicht auf." Er erhob sich vom Strohlager, das er mit seiner Frau Elsbeth, seinem fast einjährigem Sohn Berthold und der dreijährigen Anna teilte. Er kroch verschlafen unter der kratzigen Decke hervor. Um diese frühe Tageszeit war es noch bitterkalt in der behaglich eingerichteten Kammer, die von zwei Kerzen beleuchtet war. Woher wussten Frauen immer, wann die Nacht zu Ende war? Das Vieh stand nebenan und durch die geöffnete, grobe Holztür drang etwas Stallwärme herein. Auf dem Tisch lag ein Rucksack bereit, dem man regelmäßigen Gebrauch ansah. Derb, mit stabilen Lederkanten und breiten, fest vernähten Riemen und Seitentaschen ideal für eine Wanderung. Schon am Abend hatten sie in Vorbereitung für die geplante Reise zwei Laibe Brot, Speck, Wurst, Zündhölzer hineingepackt.
Wimar streifte sich die dicken, neu gestrickten Socken über die Füße und stieg in seine Stiefel, die bis über die Waden reichten. Ein Geschenk der Nachbarn und frommen Bürger des Kirchspiels an der Agger, in dem sich schon sein Urgroßvater niedergelassen hatte. Er schnallte sich seinen Gürtel um, an dem ein großes Jagdmesser befestigt war. Er stand etwas unschlüssig im Raum, zog sich dann aber die dicke Schafwolljacke an und schnallte sich den Rucksack auf den Buckel. Den Abschluss seiner Montur bildete der weite Kapuzenmantel aus Filz. Handschuhe steckten im Rucksack. Seine Frau, die er sehr liebte und die ihm bei vier Geburten im wehen Kindbett unter gotterbärmlichem Schreien zwei Kinder geschenkt hatte, stand vor ihm und blickte ihn traurig an. Sie war als Findelkind in das Leben der Bürger des Ortes gekommen. Tuppek, der Einsiedler aus dem nahen Walbusch hatte das Neugeborene eines morgens vor 18 Lenzen auf der Schwelle seiner Waldhütte gefunden und ein paar Tage mit der Milch seiner einzigen Ziege durchgefüttert, bis er sie dann ins Dorf trug und der Frau des Schulzen in die Arme drückte. Dass sich das Gör zu einer respektablen jungen Frau entwickeln würde, hatte niemand auf dem Plan und schon gar nicht, dass ausgerechnet der junge Schümerich sich gegen die guten Partien aus der Gemeinschaft entschied und die junge Waise heiratete.
Wie es weitergeht, erfahrt ihr im Buch. Das Buch ist am 14.März 2021 erschienen (genau ein Jahr nach dem
"Schüereball").
ISBN: 978-3-96136-098-7
Preis: 16,00 Euro Ich bin jung und ich brauche das Geld...
Oder ab sofort beim Autor in Wahlscheid kontaktfrei abzuholen. Bezahlzettel liegt bei.
Hier per EMail bestellen! autor [@] lohmar.com
Mein Beitrag zum Ortsjubiläum
Ebenfalls erschienen: "Schüereball - Ein anderer Dorfkrimi"
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